Schüsse beim Super-Bowl
Der Schusswaffenangriff mit einer Toten ist nach Erkenntnissen der Ermittler auf einen eskalierten privaten Streit zurückzuführen.
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Kansas City – Nach dem Schusswaffenangriff während der Feier zum Super-Bowl-Sieg der Kansas City Chiefs sind in den USA zwei Männer offiziell des Mordes beschuldigt worden. Dominic Miller und Lyndell Mays, die beide aus Kansas City stammen, würden Totschlag in einem besonders schweren Fall, eine bewaffnete Straftat sowie der rechtswidrige Gebrauch einer Waffe vorgeworfen, sagte die Staatsanwältin von Jackson County, Jean Peters Baker, am Dienstag.

Durch die Schüsse während der Feier zum Football-Finalsieg der Kansas City Chiefs waren vor einer Woche in Kansas City im US-Staat Missouri eine Person getötet und 22 verletzt worden. Laut Baker geriet Mays bei der Feier in eine verbale Auseinandersetzung mit anderen Personen, die "sehr schnell eskalierte". Der Staatsanwältin zufolge gab mutmaßlich Miller die Schüsse ab, durch die die lokale DJane Lisa Lopez getötet wurde. Bei einer Verurteilung drohen den Männern lebenslange Haftstrafen.

Zwei Jugendliche verhaftet

Der Staatsanwältin sagte, dass die Verhaftungen von Miller und Mays zusätzlich zu denen von zwei Jugendlichen erfolgten, deren Verhaftungen letzte Woche bekanntgegeben wurden. Den beiden werden illegaler Waffenbesitz und Widerstand gegen ihre Festnahme zur Last gelegt.

Schusswaffengewalt ist ein alltägliches Problem in den USA, wo es mehr Schusswaffen als Einwohner gibt. US-Präsident Joe Biden forderte nach dem Vorfall in Kansas City erneut ein strengeres Waffenrecht. Entsprechende Vorstöße sind in der Vergangenheit immer wieder am Widerstand der konservativen Republikaner im Kongress und an der mächtigen Waffenlobby gescheitert. (APA, 21.2.2024)