Man würde nicht meinen, wie viele Dinge es gibt, die mich – mitten auf dem Gehsteig drapiert – zum Aus-der Haut-Fahren bringen können. E-Scooter sind eine Sache, Hundstrümmerln eine andere. Wäre ich allein unterwegs, wäre es mir wahrscheinlich nicht so ein Gräuel. Doch der Zweijährige, der mich oft begleitet, schaut beim Gehen gern in die Luft und ist schneller, als man "Gacki!" schreien kann, in ebendieses reingetreten. Hat er Gummistiefel an, schick ich ein Stoßgebet zum Himmel. Die lassen sich immerhin unter fließendem Wasser schnell wieder reinigen.

Hunde und Kinder verstehen sich eigentlich gut. Doch bei liegen gelassenen Häufchen hört die Freundschaft auf - zumindest für die Eltern, die sie von den Schuhen kratzen müssen.
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Leider tauchen die Kackhaufen auch immer wieder auf dem Spielplatz auf, wo Hunde eigentlich keinen Zutritt haben. Je öfter wir reinsteigen, desto häufiger frage ich mich: Wie kann es sein, dass so viele Menschen den öffentlichen Raum so rücksichtslos verunreinigen? Die Hunderln können wirklich nichts dafür. Treffen wir eins, sind wir immer nett, schauen es lieb an, und der Nachwuchs begegnet ihnen sowieso mit größtem Interesse. Warum also nicht umgekehrt?

Wer in der Stadt mit vielen anderen auf engem Raum zusammenlebt, sollte ein Mindestmaß an Nächstenliebe mitbringen und zumindest die Hauferln ins Sackerl stecken.

Verseuchtes Grundwasser

Was ich mir außerdem wünschen würde: weniger Tschickstummel am Straßenrand. Denn sie lösen bei Kindern leider ähnlich viel Faszination aus wie die Vierbeiner. Und wussten Sie es? Ein Zigarettenstummel verseucht 40 bis 60 Liter Grundwasser.

Wien hat so viele Mistkübel wie keine andere Stadt. So schwer ist es also nicht, seinen Dreck fachgerecht zu entsorgen. Wie das richtig geht, weiß sogar mein Junior schon. Sieht er den Mist auf der Straße liegen, schaut er mich groß an und sagt: "Mama, das darf man aber nicht!" Wenn das nur alle so ernst nehmen würden. (Bernadette Redl, 24.2.2024)