Graz – Ein Grazer (43) hat laut Polizeiangaben am Freitagabend im Stadtbezirk Geidorf einen 59-jährigen Bekannten mit einer Axt und zwei Messern attackiert und verletzt. Der Mann habe eine Schnittwunde im Hals- und Gesichtsbereich erlitten, gab die Polizei erst am Montag bekannt. Der Verdächtige flüchtete nach der Tat, er dürfte in einem dunkelfarbenen Skoda Fabia Pkw-Kombi unterwegs sein. Die Fahndung über das Wochenende war negativ verlaufen.

Polizisten der Inspektion Andritz wurden gegen 22 Uhr in die Schönbrunngasse gerufen. Die Frau des Opfers hatte via Polizeinotruf die Einsatzkräfte verständigt. Ersten Ermittlungen zufolge soll der 43-jährige Grazer kurz vor 22 Uhr mit einer Axt und zwei Messern auf sein Opfer losgegangen sein. Weil der 59-Jährige Stich- und Schnittverletzung davontrug, transportierte ihn die Rettung ins LKH Graz. Dort wurde er ambulant behandelt.

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Die Frau des Opfers hatte die Einsatzkräfte am Freitag in die Schönbrunngasse gerufen.
APA/EVA MANHART

Verdacht des versuchten Mordes

Die Beamten stellten am Tatort die mutmaßlichen Waffen des Verdächtigen sicher. Weitere Ermittlungen des Kriminalreferats des Stadtpolizeikommandos Graz erhärteten den Verdacht, dass der 43-Jährige seinen Bekannten vorsätzlich angegriffen haben soll. Bezüglich des Motivs gab es vorerst keine Erkenntnisse. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Festnahme wegen Verdachts des versuchten Mordes an. Er könnte mit seinem Pkw mit dem Grazer Kennzeichen auf der Flucht sein. Der Mann besitzt ein rechtmäßig auf ihn registriertes Gewehr. Allerdings ist nicht gesichert, ob er dieses bei sich hat.

Der Gesuchte ist Österreicher, 1,80 Meter groß, schlank und hat lange, zu einem Dutt zusammengebundene Haare. Ferner hat er eine größere und deutlich wahrnehmbare beulenartige Zyste oberhalb seines rechten Auges. Der Mann trug zum Zeitpunkt der Tat eine reflektierende Jacke. (APA, 26.2.2024)