ÖFB/Paul Gruber

Der Wunsch von vielen Akteurinnen im österreichischen Frauen-Fußball-Nationalteam ist in Erfüllung gegangen: Die Truppe von Teamchefin Irene Fuhrmann bekommt es in der Qualifikation für die EM-Endrunde 2025 in der Schweiz mit Deutschland zu tun. Damit bleibt der ÖFB-Auswahl ein Duell mit Weltmeister und Nations-League-Sieger Spanien sowie auch Frankreich und den Niederlanden erspart, die ebenfalls in Topf eins vertreten waren. Weitere Gegner in Pool A4 sind Island und Polen.

"Ich denke, dass wir sehr privilegiert sind, erneut in der Liga A an den Start gehen zu dürfen und damit die Möglichkeit bekommen, uns direkt für die EM zu qualifizieren", sagte Teamchefin Irene Fuhrmann in einer ÖFB-Aussendung. "Auf die Duelle mit Deutschland freuen wir uns natürlich sehr, denn sie haben eine ganz besondere Brisanz. Es ist richtig geil, gegen eine Nation mit so viel Tradition und einer erfolgreichen Vergangenheit zu spielen."

Die besten zwei Teams der vier Gruppen der höchsten Liga-Kategorie sichern sich ihr EM-Ticket, die Dritt- und Viertplatzierten müssen in einem zweistufigen Play-off gegen Vertreter der Ligen B und C ihr Glück versuchen. Die genauen Spieltermine stehen noch nicht fest, bekannt sind nur die Zeitfenster der Gruppenphase, die bis Mitte Juli abgeschlossen wird. Gespielt wird demnach je zweimal zwischen 3. und 9. April, 29. Mai und 4. Juni sowie 10. und 16. Juli.

Deutschland Favorit in der Gruppe

Gegen Deutschland bietet sich die Chance auf Revanche für die bittere 0:2-Niederlage im EM-Viertelfinale 2022 in Brentford. In bisher drei Duellen mit dem Weltranglistensechsten schaute noch nichts Zählbares hinaus. 2016 (2:4) und 2018 (1:3) gab es in Auswärts-Tests Niederlagen. Auch auf Island trafen Kapitänin Sarah Puntigam und Co. in der jüngeren Vergangenheit. Im Juli 2023 ging ein Test in Wiener Neustadt mit 0:1 verloren. Viel positiver sind dafür die Erinnerungen an die EM 2017, wo auf dem Weg ins Halbfinale zum Abschluss der Gruppenphase ein klarer 3:0-Sieg eingefahren wurde.

Gegen Polen gingen die jüngsten drei Aufeinandertreffen bei zwei Siegen (der letzte 2016 beim Zypern Cup) nicht verloren. Davor hatten meist die Polinnen die Oberhand behalten, Aussagekraft hat das aufgrund der starken ÖFB-Entwicklung in den letzten Jahren nicht mehr. Österreich wurde aus Topf zwei gezogen, liegt allerdings im Ranking als 17. knapp hinter Island (15.) zurück. Polen ist die Nummer 29 der Welt.

"Gegen Island erwarten wir uns ein Duell auf Augenhöhe, wenngleich wir im vergangenen Jahr ein freundschaftliches Duell knapp mit 0:1 verloren haben", sagt Fuhrmann. "Polen ist die große Unbekannte für uns, aber man hat gesehen, dass sie in den letzten Jahren – auch im Nachwuchs – gute Arbeit geleistet haben. Wir werden in allen sechs Gruppenspielen an unser Limit gehen müssen, um uns zu behaupten." (APA, red, 5.3.2024)