Japans Nationalsymbol, der Mount Fuji, leidet unter dem Ansturm der Touristenmassen.
Japans Nationalsymbol, der Mount Fuji, leidet unter dem Ansturm der Touristenmassen.
REUTERS/Carlos Perez Gallardo

Tokio – Im Kampf gegen den zunehmenden Ansturm von Touristen führen die Behörden in Japan ein Ticketsystem für den Aufstieg auf den heiligen Berg Fuji ein. Künftig dürfen nur 4000 Wanderer pro Tag den Fuji über den Yoshida-Trail, die beliebteste Route, besteigen, wie die Verwaltung der Region Yamanashi am Montag ankündigte. Ein Ticket soll umgerechnet rund zwölf Euro kosten.

Tickets für die von Juli bis September dauernde Saison können ab 20. Mai online gebucht werden. Pro Tag sollen mindestens 1000 Tickets für tagesaktuelle Buchungen reserviert bleiben.

Wanderer auf dem Weg zum Gipfel des Fuji im August 2023. Ab sofort braucht man dafür ein Ticket, das man online buchen kann.
Wanderer auf dem Weg zum Gipfel des Fuji im August 2023. Ab sofort braucht man dafür ein Ticket, das man online buchen kann.
AFP/MATHIAS CENA

Der 3776 Meter hohe Gipfel des Fuji ist den größten Teil des Jahres von Schnee bedeckt. Im Sommer drängeln sich jedes Jahr mehr als 220.000 Wanderer an seinen steilen, felsigen Hängen. Viele Menschen unternehmen den Aufstieg nachts, um den Sonnenaufgang vom Gipfel aus miterleben zu können.

Der Aussichtspunkt, an dem ein  Sichtschutz aufgestellt wird, ist besonders beliebt, weil der majestätische Vulkan hinter einem der in Japan allgegenwärtigen Lawson-Supermärkte aufragt.
Der Aussichtspunkt, an dem ein Sichtschutz aufgestellt werden soll, ist besonders beliebt, weil der majestätische Vulkan hinter einem der in Japan allgegenwärtigen Lawson-Supermärkte aufragt.
EPA/FRANCK ROBICHON

Auch die Regionen rund um den Fuji leiden unter der Beliebtheit des japanischen Nationalsymbols und dem Ansturm von Touristen, die oft für ein Foto des Gipfels anreisen. An einem besonders beliebten Fotospot, wo der Fuji hinter einem Supermarkt aufzuragen scheint, planen die Behörden jetzt Abwehrmaßnahmen: Ein riesiger schwarzer Sichtschutz soll den Blick auf den Berg dort künftig verdecken. Anrainer hatten sich darüber beschwert, dass Touristen auf der Suche nach der perfekten Fotogelegenheit über ihre Grundstücke trampeln, blindlings auf die Straße laufen und die Gegend vermüllen. (APA, AFP, 13.5.2024)