Zerstörtes Fahrzeug
Eine Aufnahme aus Indonesien vom 14. Mai zeigt die Zerstörung.
AP/Sutan Malik Kayo

Jakarta – Nach schweren Unwettern auf der indonesischen Insel Sumatra ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 50 gestiegen. 27 Menschen würden immer noch unter riesigen Massen an Schutt, Erdmassen und Trümmern vermisst, teilte der Katastrophenschutz am Dienstag mit. "Wir werden weiter nach ihnen suchen, bis wir sie gefunden haben", sagte der Behördenchef.

Lahare

Am Hang des Vulkans Marapi in der Provinz Westsumatra waren am Samstag nach heftigen Regenfällen vulkanische Schlammströme, sogenannte Lahare, niedergegangen. Mehrere Distrikte waren betroffen. Einsatzkräfte versuchten mit schwerem Gerät, Trümmer zu beseitigen und den Zugang zu abgelegenen Gemeinden wieder zu öffnen.

Der etwa 2900 Meter hohe Marapi ist einer der aktivsten Vulkane Indonesiens mit einer langen Geschichte von Eruptionen und Laharen. Lahare – das Wort stammt aus dem Javanischen – gelten als besonders gefährlich, da sie unvermittelt auftreten und mit ihrer Mischung aus Schlamm, Fels und Schutt rasant zu Tal rasen.

Indonesien mit seinen mehr als 17.000 Inseln liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Starke Erdbeben und intensive vulkanische Aktivität sind keine Seltenheit. (APA, 14.5.2024)