Vergreift sich Im Ton: Harald Vilimsky (FPÖ).
Heribert Corn

"Grind" kommt vom mittelhochdeutschen "grintec" und bedeutet: von Schmutz bedeckt.

Das fällt einem ein, wenn man sich die Hervorbringungen prominenter FPÖ-Politiker und Ex-Politiker der letzten Tage unter die Nase hält: politischer Grind.

Zuerst sagt der EU-Spitzenkandidat der FPÖ, Harald Vilimsky, in Fellners Sender, der Bundespräsident wäre da ein "grüner Sugar-Daddy" oder grüner "Sugar-Grandpa" für die grüne Kandidatin Lena Schilling (Van der Bellen hatte zu der Kontroverse um Schilling gemeint, Jugend mache eben Fehler).

Sugar-Daddy hat eine eindeutig sexuelle Konnotation. Lena Schilling konterte richtig: "Das ist unter aller Sau und unanständig. Es ist maximal sexistisch."

Dann schrieb der Ibiza-Hero und gewesene FPÖ-Mandatar Johann Gudenus in den sozialen Netzen, VdB sei "widerwärtig". Dazu der Hashtag "Homo". Anschließend versuchte er sich damit herauszureden, er habe "homo politicus" gemeint.

Und schließlich haben zwei Dutzend ORF-Stiftungsräte einen offenen Brief gegen den neuen FPÖ-Stiftungsrat (und Fellner-Dauergast) Peter Westenthaler veröffentlicht. Dieser schädige mit falschen Behauptungen den ORF und dessen Mitarbeiter. Westenthaler erklärte im Übrigen bei Fellner "es dreht mir den Magen um", wenn er den Bundespräsidenten zum Fall Schilling höre.

Und das waren nur die letzten 24 Stunden. Warum machen die FPÖler das? Weil sie so sind. (Hans Rauscher, 16.5.2024)