Maximilian Krah, AfD-Spitzenkandidat zur Europawahl.
APA/dpa/Michael Kappeler

Einer gemeinsamen Recherche der Süddeutschen Zeitung, des WDR und des NDR zufolge haben Ermittler angeblich Geldflüsse zwischen dem AfD-Politiker Maximilian Krah und einem ehemaligen Mitarbeiter festgestellt. Gegen den betroffenen früheren Assistenten Krahs wird derzeit wegen Verdachts auf Spionage für China ermittelt.

Er soll womöglich falsche Rechnungen erstellt haben, um Krah mehrfach Geldbeträge zukommen zu lassen, berichtet die Süddeutsche unter Berufung auf Ermittlerkreise. Ein Anwalt Krahs sagte der Zeitung, die Vorwürfe seien ihm nicht bekannt gewesen und auch von den Ermittlern ihm gegenüber nicht geäußert worden. Krah kandidiert für die AfD bei der Europawahl.

Die Bundesanwaltschaft hatte im Zusammenhang mit den Spionageermittlungen gegen den früheren Mitarbeiter am Dienstag vergangener Woche Büroräume Krahs und seines Ex-Mitarbeiters im Europäischen Parlament in Brüssel durchsuchen lassen. Dokumente, die Krah gehören, sind durch seine Immunität als Abgeordneter geschützt. Die Immunität kann nur durch einen Beschluss des Parlaments auf Antrag der Behörden aufgehoben werden. Allerdings tagt der zuständige Ausschuss des Europäischen Parlaments nicht mehr vor der Europawahl am 9. Juni. Krah selbst bestreitet jedes Fehlverhalten. (red, APA, 16.5.2024)