Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr stehen auf einer Zufahrt für Start- und Landebahnen am Flughafen Franz-Josef-Strauß in München.
Laut Flughafensprecher waren aufgrund des Protests der Letzten Generation am Flughafen München am Samstag zunächst nur geplante Landungen betroffen.
APA/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Wien – Klimaschutzaktivisten haben am frühen Samstagmorgen den Münchner Flughafen blockiert. Die Aktivisten waren in den inneren Bereich des Airport-Geländes gelangt, indem sie einen Zaun aufschnitten haben sollen. "Der Flughafen ist geschlossen aus Sicherheitsgründen, weil sich Klimaaktivisten auf den Rollbahnen festgeklebt haben", sagte ein Sprecher des Flughafens.

Sie hätten zwei Rollwege blockiert, die zu den beiden Start- und Landebahnen führten. Aus Sicherheitsgründen sei daraufhin der komplette Flugbetrieb eingestellt worden, so dass zunächst keine Starts und Landungen möglich gewesen seien. Wenig später sei aber eine Start- und Landebahn wieder geöffnet worden und der Betrieb mit Verzögerungen wieder angelaufen. Die anfliegenden Maschinen seien zunächst auf andere Flughäfen umgeleitet worden. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben acht Personen fest.

Mitglieder der Aktivistengruppe hatten nach eigenen Angaben geplant, auf das Gelände des Flughafens zu gelangen, um mindestens eine der beiden Start- und Landebahnen zu blockieren. Damit wollten sie den beginnenden Reiseverkehr zum Start der Pfingstferien stören. In der Vergangenheit hatte die Gruppe bereits ähnliche Aktionen an mehreren deutschen Flughäfen durchgeführt.

Die Letzte Generation Deutschland veröffentlichte auf der Online-Plattform X einen Beitrag, der den Protest auf dem Rollfeld und die Blockade des Flughafens zeigen sollte. "Insgesamt sechs Personen setzten sich in Zweiergruppen an unterschiedlichen Stellen des Münchner Flughafens", heißt es in dem Beitrag. Der Protest ereignete sich an dem einem der verkehrsreichsten Wochenenden für den Münchner Flughafen. Von Freitag bis Sonntag waren dort nach Angaben des Flughafens 2860 Flüge geplant – erwartet wurden bis zu 350.000 Passagiere. (APA, Reuters, red, 18.5.2024)