Alexander Zverev präsentiert sich in Rom in Bestform.
AFP/TIZIANA FABI

Rom - Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev ist am Freitag mit einem 1:6,7:6(4),6:2-Sieg über den Chilenen Alejandro Tabilo in sein drittes Rom-Finale eingezogen. Für den drittgereihten Deutschen ist es das elfte Masters-1000-Endspiel, womit er mit Landsmann Boris Becker gleichgezogen hat. Sein Finalgegner ist Tabilos Landsmann Nicolas Jarry, der den US-Amerikaner Tommy Paul mit 6:3,6:7(3),6:3 bezwang. Jarry ist der erste Chilene seit 17 Jahren, der in einem 1000er-Finale steht.

Zuletzt war dies Jarrys Landsmann Fernando Gonzalez 2007 in Rom gelungen. Für den 28-jährigen Südamerikaner ist es das erste Masters-Finale seiner Karriere und das vierte auf der ATP-Tour. Die ersten drei hatte Jarry allesamt gewonnen.

Nicolas Jarry greift nach den Sternen.
AP/Andrew Medichini

Für den als Nummer 29 gesetzten Tabilo ging unterdessen ein bemerkenswerter Rom-Lauf zu Ende, bis zum Halbfinale hatte er keinen Satz abgegeben und setzte da auch Novak Djokovic auf seine Abschussliste. Gegen Zverev schien der Außenseiter vor allem im ersten Durchgang so weiterzumachen, Zverev schaffte aber mit einem konsequent gespielten Tiebreak die Wende. Der Südamerikaner wird sich in der Weltrangliste als dann 25. dennoch auf sein Karrierehoch verbessern. Für Zverev geht es nun um seinen zweiten Rom-Titel, 2017 hatte der Deutsche in der ewigen Stadt Djokovic besiegt und im Jahr darauf gegen Rafael Nadal verloren.

Djokovic wiederum zog die Konsequenz daraus, dass er in dieser Sandplatz-Saison erst auf sechs Matches gekommen ist. Der Weltranglistenerste wird seinen 37. Geburtstag am nächsten Mittwoch nun wohl in Genf verbringen, hat er doch für das dortige Sandplatz-Turnier genannt. Der "Djoker" holt sich so also noch Matchpraxis vor den am Sonntag nächster Woche beginnenden Pariser French Open. Djokovic ist in diesem Jahr auf der Tour noch ohne Titelgewinn. (APA; 18.5.2024)