Verena Mayr beim Kugelstoßen in Götzis.
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Götzis – Österreichs Siebenkämpferinnen Verena Mayr und Ivona Dadic liegen nach Tag eins des Mehrkampf-Meetings in Götzis nach dem ersten von zwei Tagen bzw. vier Disziplinen knapp hinter den Top Ten auf den Rängen elf und zwölf. Auch im Kampf um den österreichischen Meistertitel und um gute Punkte für einen EM- und Olympia-Start hat Mayr am Samstag mit 3.653 Punkten auf Dadic einen Bonus von 34 Zählern geholt. Es führen Michelle Atherley (USA/3.944) und Simon Ehammer (SUI/4.601).

Die 28-jährige Atherley hatte beim Leichtathletik-Klassiker gleich zum Auftakt über 100 m Hürden mit den Unterbieten des Olympia-Limits in 12,71 Sekunden für einen Meeting-Rekord gesorgt, auch ihre 1,80 m im Hochsprung überbot keine der 25 Konkurrentinnen. Bloß 13,67 m im Kugelstoßen verhinderten einen noch größeren Vorsprung als die 118 Punkte auf Anouk Vetter, die Niederländerin liegt sechs Zähler vor der drittplatzierten Britin Abigail Pawlett. Über 200 m überzeugte Atherley in 23,53 Sekunden.

Mayr kam im Mösle-Stadion zwar durchwegs nicht an ihre Bestmarken heran, sie zeigte sich aber zufrieden. "Ich bin sehr froh, dass es so gelaufen ist. Es waren gute Leistungen, aber noch nicht perfekt. Hürden und Hoch wäre noch mehr drinnen gewesen." Mit dem Gesamtergebnis bzw. dem Duell mit Dadic möchte sie sich nicht zu sehr beschäftigen, wie die Oberösterreicherin im ORF verriet.

Ivona Dadic beim Hürdenlauf in Götzis.
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Ihre Landsfrau Dadic setzt bei den für Sonntag verbleibenden drei Disziplinen weniger auf die 800 m, dafür aber auf den Weitsprung und den Speerwurf. "Es war ein guter Abschluss. Ich kann mit einem guten Gefühl ins Bett gehen", meinte sie nach ihren 23,92 über 200 m. Davor hatte sie bei ihrem ersten Götzis-Antreten nach sieben Jahren die drittgrößte Kugel-Weite im Feld angeschrieben. "Ich will in meiner Zone bleiben und mich darauf fokussieren. Wenn ich ein bisschen Druck habe, dann funktioniert es ein bisschen besser."

Unter fünf Österreicherinnen setzte sich Isabel Posch auf Rang 15, die Vorarlbergerin schrieb 3.522 Punkte an. "Die Leistung war voll solide", meinte die Lokalmatadorin. "Ich bin mit allem recht happy." Ihre Landsfrau Chiara-Belinda Schuler ist mit 3.433 Zählern auf Platz 18 zu finden. Mit 3.270 Punkten lediglich 21. ist Sarah Lagger. Die Kärntnerin hatte in der Vorbereitung mit der Lendenwirbelsäule zu kämpfen gehabt. "Der Hochsprung war ein bisschen ein Lichtblick, alles andere war schlecht."

Bei den Männern düpierte Ehammer mit Topleistungen über 100 m (10,34 Sek.) und im Weitsprung (8,25 m) Favorit Damian Warner. Der Kanadier war über 100 m in 10,20 Sek. der Schnellste und hat mit 4.585 Punkten 16 Zähler Rückstand auf den Schweizer. "Das war das große Ziel", meinte Ehammer über seine Führung. Er rechnet aber nicht damit, Warner hinter sich halten zu können. "Da müsste viel passieren." Warner zeigte sich siegessicher, aber auch respektvoll: "Simon ist ein unglaublicher Athlet." Ashley Moloney (AUS/4.477) ist Dritter, ÖLV-Athlet ist keiner am Start. (APA, 18.5.2024)