Eine Frau schläft.
Für die Untersuchung wurden 11.000 Schlaganfälle aus 15 Jahren analysiert. Im Untersuchungszeitraum sorgten sogenannte Tropennächte für zusätzliche Anfälle (Symbolbild).
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München – Nächtliche Hitze erhöht das Risiko für Schlaganfälle deutlich. Einer Untersuchung zufolge ist das Schlaganfallrisiko in solchen Fällen um sieben Prozent erhöht, wobei in den Kliniken nach heißen Nächten vor allem Schlaganfälle mit milden Symptomen diagnostiziert werden, wie das Helmholtz-Zentrum München am Dienstag berichtete. Insbesondere ältere Menschen und Frauen seien gefährdet.

Schutz vor Auswirkungen nächtlicher Hitze

Die Forschenden analysierten Daten des Universitätsklinikums Augsburg zu 11.000 Schlaganfällen aus 15 Jahren. Demnach hatten sogenannte tropische Nächte von 2006 bis 2012 im Untersuchungsgebiet jährlich zwei zusätzliche Schlaganfälle zur Folge. Zwischen 2013 und 2020 waren es dann schon jährlich 33 zusätzliche Fälle.

Die Ergebnisse sollen in Empfehlungen für öffentliche Anpassungsstrategien und Stadtplanung einfließen, um beispielsweise die Intensität städtischer Hitzeinseln zu reduzieren. Ziel ist es, die Bevölkerung vor den Auswirkungen nächtlicher Hitze besser zu schützen. Außerdem lasse sich mit dem Wissen um die Folgen heißer Nächte die Patientenversorgung in Kliniken verbessern. (APA, 21.5.2024)