Kompostieren nach Regeln der Chemie und Wissenschaft oder religiös anmutenden Glaubenssätzen?

Bei dem derzeitigen vielen Regen, fällt ja in Gärten sehr viel Grasschnitt zum Kompostieren an, jedoch bringt das Wetter halt auch viel Wasser in den Kompost, was schnell zu ungewollter Fäulnis führt. In den meisten Ratgebern wird hier zu Urgesteinsmehl zur Bildung von Gerüchen geraten, wie generell dieses als Zuschlagstoff empfohlen wird. Dabei handelt es sich jedoch hauptsächlich um einen Eisendünger und ein Bodenstrukturhilfsmittel, welches kaum ein Gartenboden wirklich benötigt (auch mit Holzkohle gemischt braucht das bei uns de facto keiner).

Gips hat jedoch eigentlich bessere Eigenschaften, Wasser schnell zu binden, und bringt in diesem Milieu zusätzlich den Vorteil, dass das Kalziumsulfat mit dem Ammoniak, Wasser und CO2 zu kohlesaurem Kalk (also Gartenkalk) und Ammoniumsulfat aus reagiert, wobei Ammoniumsulfat wohl so ziemlich die wertvollste Stickstoffquelle für die meisten Gemüsesorten dar stellt, nicht nur weil es durch den mitgebrachten Schwefel das Bodenleben sehr fördert und Gemüse generell recht hohen Schwefelbedarf hat, sondern auch weil es die Aufnahme von Kalium und Phosphor für die Pflanze vereinfacht...

Also gärtnert ihr in solchen Fällen eher nach fraglichen weit verbreiteten Glaubenssätzen oder auch eher mit der Grundlage, die ihr im Chemieunterricht erlernt habt?