Münzen aufeinander gestapelt
Auch Führungskräfte im Spitzenmanagement erleben einen Kaufkraftverlust.
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Die Gehälter von Führungskräften in heimischen Unternehmen sind 2023 zwar gestiegen, inflationsbereinigt mussten sie aber leichte Einbußen hinnehmen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der Spitzenmanager erhöhte sich nominell um 4,2 Prozent auf 266.000 Euro brutto, jenes der zweiten Ebene um fünf Prozent auf 163.700 Euro.

Real bedeutet das ein Minus von 3,3 Prozent und 2,6 Prozent, hat das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) auf Basis einer Umfrage berechnet. Diese war Teil der jährlichen Einkommensstudie im Managementbereich des WdFs.

Netto kamen die Spitzenmanager damit auf einen Schnitt von 130.800 Euro, die Führungskräfte zweiter Ebene auf 85.200 Euro. "In der langjährigen Beobachtung bedeutet das für die erste Führungsebene den dritten deutlichen Einschnitt und damit eine der auffälligsten Einkommensreduktionen der letzten 40 Jahre. Die Führungskräfte fallen damit auf das Kaufkraftniveau des Jahres 2017 zurück", so der WdF-Bundesvorsitzende Andreas Zakostelsky laut einer Aussendung.

Ein Viertel besitzt Klimaticket

Im Rahmen der Studie mit 528 Befragten wurden aber nicht nur die Einkommen der Führungsebene erhoben. Untersucht wurden auch Trends bei den Sachleistungen und anderen Zusatzleistungen der Firmen. So zeigt sich etwa, dass mittlerweile ein Viertel der Topmanager mit dem Klimaticket unterwegs war, auf der unteren Ebene sind es 14 Prozent – und damit etwas weniger als 2022. Eine betriebliche Altersvorsorge erhalten wiederum 43 Prozent der Spitzenmanager, auf der zweiten Führungsebene sind es fast zwei Drittel.

Als größte Herausforderung gaben die Manager die Suche nach Mitarbeitenden an. Kopfzerbrechen bereiteten ihnen auch die nach wie vor hohen Energiekosten und die Inflation. (APA, 30.5.2024)