Blaulicht Polizei Deutschland
Nach dem Fund einer Leiche am Mittwoch in Neustrelitz, Deutschland, lautet der Tatvorwurf gegen den Verdächtigen Totschlag.
APA/dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Neustrelitz – Auf der Suche nach einem gestohlenen Fahrrad hat die Polizei in einem Haus in Deutschland zufällig eine tote 63-Jährige entdeckt. Sie ist bisherigen Erkenntnissen zufolge nach einer Gewalttat gestorben, ein mutmaßlicher Täter wurde festgenommen. Gegen den mehrfach einschlägig polizeibekannten 37-Jährigen wird wegen Totschlags ermittelt, wie die Polizeiinspektion Neubrandenburg am Donnerstag mitteilte.

Der Mann habe die Frau aus Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern offenbar gekannt. Er sei aber kein Familienmitglied und nicht mit ihr verwandt gewesen.

Haftbefehlsantrag

Polizisten waren am Mittwochabend eigentlich zu dem Mehrfamilienhaus gefahren, weil sie dort ein gestohlenes Fahrrad vermuteten. Dann hatten sie den Angaben zufolge die leblose Frau durch ein Fenster entdeckt. Ersten Erkenntnissen zufolge war sie da schon einige Zeit tot.

Kurz vor dem Fund der Leiche seien Beamte bereits wegen des 37-Jährigen im Einsatz gewesen. Der stark alkoholisierte Mann habe sich in Neustrelitz gegenüber Fußgängern aggressiv verhalten. Ein Beamter auf dem Weg in den Feierabend habe das Geschehen beobachtet, sei eingeschritten und habe seine Kollegen alarmiert.

Wegen seines psychischen Zustands sollte der 37-Jährige dann den Angaben zufolge eigentlich in ein Klinikum gebracht werden. Aufgrund des sich erhärteten Tatverdachts sei er aber in Polizeigewahrsam gekommen. Dort befand er sich auch noch am Donnerstagnachmittag. Die Staatsanwaltschaft prüfte einen Haftbefehlsantrag, wie eine Sprecherin der Justizbehörde sagte. (APA, 30.5.2024)