"Am schönsten ist es doch daheim“, denken sich wohl sehr viele Österreicherinnen und Österreicher: 73 Prozent des Tages werden in der Alpenrepublik im Schnitt daheim verbracht, das ergab die jüngste Zeitverwendungserhebung der Statistik Austria. Nur im jungen Erwachsenenalter (18-20) und im hohen Alter (über 90) sind die Männer übrigens mehr zu Hause als die Frauen, in allen Lebensaltern dazwischen ist es umgekehrt.

ein Pärchen sitzt am Wohnzimmer-Boden und stößt mit einem Glas Rotwein an; dahinter eine Fensterfront
5:35 Stunden verbringen die Menschen täglich mit sozialen Kontakten und Freizeit.
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Und noch etwas ist interessant: Menschen auf dem Land verbringen etwas mehr Zeit zu Hause als Stadtbewohner (74 bzw. 71,1 Prozent). Die Erhebung fiel teilweise in die Zeit der Pandemie, die Ergebnisse sollten davon aber nur wenig beeinflusst sein, heißt es.

Der jüngste Homeoffice-Boom, der mit der Pandemie einsetzte, wird darin aber wohl abgebildet. Denn was echt verwundert: Nur von zehn bis zwölf Uhr vormittags und von 14 bis 16 Uhr sind mehr Menschen auswärts als in den eigenen vier Wänden anzutreffen, zu allen anderen Tageszeiten ist die Mehrheit daheim. Das Tageshoch ist wenig überraschend mitten in der Nacht: Um zwei Uhr früh sind 92,8 Prozent daheim - und man lehnt sich wohl nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dass die allermeisten davon zu dieser Zeit schlafen, verbringen wir doch im Schnitt täglich acht Stunden und 49 Minuten im Schlummerland.

5:35 Stunden werden für "Soziale Kontakte und Freizeit" verwendet, 2:53 Stunden für Erwerbstätigkeit, ebenso viel für Sorgearbeit in Haushalt und Familie. 2:42 Stunden sind für "Essen und andere persönliche Tägigkeiten" wie Körperpflege da, 40 Minuten für Aus- und Weiterbildung, 20 Minuten für Freiwilligentätigkeiten. Acht Minuten bleiben am Schluss übrig, die die Statistik unter "nicht näher bestimmte Zeitverwendung" subsumiert - wahrscheinlich zum Ausfüllen der Umfrage. (Martin Putschögl, 31.5.2024)