Der Staatspreis für Wissenschaftspublizistik geht an STANDARD-Wissenschaftschefin Tanja Traxler, der Förderungspreis an ORF-Wissenschaftsredakteurin Katharina Gruber. Anerkennungspreise erhalten David Rennert (DER STANDARD), Benedikt Narodoslawsky, der gerade vom Falter zum STANDARD wechselte, und Nikolaus Täuber (APA).

Ausgezeichnet: Tanja Traxler und David Rennert (DER STANDARD).
Lukas Friesenbichler

"Herausragende publizistische Arbeiten"

Die Auszeichnung würdigt laut Wissenschaftsminister Martin Polaschek "herausragende publizistische Arbeiten, die wissenschaftliche Erkenntnisse für die Gesellschaft verständlich und zugänglich machen. Wissenschaftskommunikation stärkt das Vertrauen in Forschung und Bildung."

Wissenschaftsskepsis und Demokratiefeindlichkeit seien eng miteinander verknüpft, erklärt der Wissenschaftsminister: "Eines unserer stärksten Mittel dagegen sind wirksame Medienforschung und fundierte Wissenschaftskommunikation." Er verweist in dem Zusammenhang auch auf die laufende Kampagne "DNAustria" mit dem Ziel, "das Vertrauen in Demokratie und Wissenschaft nachhaltig zu stärken".

Tanja Traxler leitet das Wissenschaftsressort des STANDARD seit 2021 und ist für sämtliche wissenschaftsjournalistischen Publikationen im Printbereich und auch online verantwortlich, etwa auch für die wöchentliche Wissenschaftsbeilage "Forschung Spezial". Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Preis für Wissenschaftsjournalismus des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und dem Preis für Umweltjournalismus.

Drei Anerkennungspreise

Das BMBWF vergibt diesmal drei Anerkennungspreise. David Rennert schreibt seit 2012 für den STANDARD, seit 2013 als Redakteur im Ressort Wissenschaft. Sein Buch "Lise Meitner – Pionierin des Atomzeitalters" (gemeinsam mit Tanja Traxler) wurde zum Wissenschaftsbuch des Jahres 2019 gewählt, 2022 erhielt er den Preis für Wissenschaftsjournalismus der Österreichischen Forschungsgemeinschaft. Gemeinsam mit Tanja Traxler hostet Rennert seit 2023 den STANDARD-Podcast "Rätsel der Wissenschaft".

Benedikt Narodoslawsky, jahrelanger Falter-Redakteur, widmet sich vor allem den Naturwissenschaften und hat auch eine eigene Redaktion aufgebaut. Nikolaus Täuber arbeitet seit 2003 bei der Austria Presseagentur mit Schwerpunkt Bildung und Wissenschaft.

Der Österreichische Staatspreis für Wissenschaftspublizistik wird alle zwei Jahre vom Wissenschaftsministerium vergeben. Er ist mit 6000 Euro dotiert, der Förderpreis mit 3000 Euro, der Anerkennungspreis mit 2500 Euro. In diesem Jahr gab es 16 Bewerbungen.

Der Jury im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung gehören an: Martha Brinek (Wissenschaftsministerium, Vorsitz), Elke Ziegler (Staatspreisträgerin 2022), Eva Stanzl (Klub der Bildungs-und Wissenschaftsjournalistinnen und Wissenschaftsjournalisten), Franz Essl (Wissenschaftler des Jahres) sowie Christian Zillner (Falter/Heureka). (red, 11.6.2024)