Man ahnt es ja, manchmal ist die Beschäftigung mit Tieren ebenso lohnenswert wie jene mit Menschen, mitunter eine Spur lohnenswerter. Auf jeden Fall verspricht Engagement in diese Richtung durchaus erhellende Erkenntnisse – und dazu muss man noch gar nicht Forscher sein.

Maus
Mäuseschicksal: Wenn die Katze lauert…
Getty Images/Andyworks

Es reicht schon, wenn man diesen an die Hand geht, etwa indem man ihnen tiefgefrorene Mäuschen und andere kleine Säugetiere übersendet. (Aber nicht per Post! Doch dazu später.)

Derartiges geschieht gerade in Vorarlberg, wo Dornbirner Forscher dazu aufrufen, ihnen die (toten) Säuger zu bringen, die ihnen ihre Katzen stolz ins Haus bringen. Ziel der Aktion "Zeig mir deine Maus, Katze" ist es, möglichst viele Daten zu Verbreitung und Gefährdung der im Ländle wildlebenden Säuger zu sammeln.

Wie das erbeutete Tierchen zur Forschung gelangt, erklären die Forscher in Wort und Bild auf ihrer Website. Bloß nicht mit bloßen Fingern angreifen, ab ins Plastiksackerl (samt "Formular zur Fundmeldung"), ab in den Tiefkühler und bei nächster Gelegenheit zur Abgabestelle bringen, aber "bitte nicht antauen lassen". Vor der Post wird gewarnt: Der Postweg sei nicht kalt genug, "und die Tiere verwesen sehr schnell".

Ja, und was wissen die Vorarlberger jetzt schon über ihre Säugetiere? 68 Arten sind nachgewiesen, aber nur knapp die Hälfte davon lebt ungefährdet. Mehr wissen sie ab Herbst, wenn die Tiefkühlkatzenbeute ausgewertet ist. (Renate Graber, 19.6.2024)