Die nächste Generation von Googles Betriebssystem nähert sich mit großen Schritten. Mit der Android 15 Beta 3 gibt es nun eine neue Testversion, die bereits recht nahe an der finalen Version ist. Wird damit doch die sogenannte Plattformstabilität erreicht, anders gesagt: Es soll keine Änderungen an den Schnittstellen der neuen Version mehr geben.

Bei Android wird eifrig gebaut.
Proschofsky / STANDARD

Entwicklerinnen und Entwickler können also damit beginnen, ihre Apps für die neue Softwaregeneration anzupassen. Passend dazu ist es nun auch möglich, Apps, die bereits auf Android 15 abzielen und so dessen neue Möglichkeiten nutzen, in den Play Store hochzuladen.

Feinschliff

Ansonsten halten sich die Änderungen der Beta 3, wie es so weit im Veröffentlichungszyklus üblich ist, in engen Grenzen. Google selbst streicht dabei Änderungen am Workflow bei der Nutzung von Passkeys heraus, dieser wurde noch einmal optimiert und vereinfacht.

Auch sonst gab es diversen Feinschliff. Dazu gehört eine neue Option, um längere App-Namen im Launcher in voller Länge darzustellen. Der Dialog zur Veränderung des Bildschirmhintergrundes wurde ebenfalls angepasst, zeigt etwa beim Pixel Fold jetzt auch eine Vorschau für beide Displays an. Neu ist eine Einstellung, die sich "Adaptive Timeout" nennt und die das Display einfach bei Nichtbenutzung deaktiviert – und zwar auch schneller als das eigentlich definierte Timeout.

Vorgeschichte

Die großen Neuerungen von Android 15 wurden bereits in den vorangegangenen Versionen präsentiert. Dazu gehört etwa eine Funktion namens Private Space, in der ausgewählte Apps vollkommen getrennt – und versteckt – vom restlichen System betrieben werden können. Auch eine Fülle von Sicherheits- und Privacy-Verbesserungen zeichnen die neue Version aus, die Highlights lassen sich im Artikel über die Beta 2 nachlesen.

Die Android 15 Beta 3 steht für alle noch unterstützten Google-Smartphones – also ab dem Pixel 6 – zur Verfügung, auch Pixel Tablet und Fold werden abgedeckt. Wer das Ganze selbst ausprobieren will, kann sich sehr einfach zum Betaprogramm anmelden. Ein Schritt, der allerdings wohlüberlegt werden sollte, immerhin ist bei Testversionen immer mit einem erhöhten Aufkommen von kleineren und auch größeren Bugs zu rechnen.

Ausblick

Der weitere Zeitplan sieht für Juli die Freigabe einer weiteren Beta vor, dazwischen wird es wohl auch regelmäßig Bugfix-Updates geben. Je nachdem, wie die Tests verlaufen, könnte es Android 15 dann bereits im August in einer stabilen Version zum Download geben. (Andreas Proschofsky, 19.6.2024)