Zwei Personen stehen in einem Zug und tragen einen Mund-Nasen-Schutz
Eine gewisse Vorsicht im Umgang mit Corona ist auch jetzt noch angebracht.
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Das Positive zuerst: Eine Corona-Erkrankung ist in den allermeisten Fällen nicht mehr so gefährlich, wie sie noch vor gut zwei Jahren war. Dementsprechend hat sich eine gewisse Entspanntheit im Umgang mit dem Infektionsgeschehen breitgemacht. So weit, so gut.

Verlieren wir dabei aber nicht die unangenehmen Nachwirkungen dieser Pandemie aus den Augen: Corona geht so schnell nicht weg, das Virus wird uns wohl noch lange begleiten. Aktuell gibt es zwar keine größere Infektionswelle, aber die neue Omikron-Variante KP.3 scheint die Immunität wieder ein Stückchen besser umgehen zu können als ihre Vorgängerinnen.

Long-Covid-Betroffene schützen

Wir werden also einen Umgang mit dem Virus finden müssen. Und dazu gehört nun einmal eine gewisse Vorsicht – ja, auch jetzt noch, und auch wenn das viele nicht hören wollen. Denn die zweite, dritte, vierte oder zehnte Covid-19-Infektion kann genauso noch Langzeitfolgen nach sich ziehen. Nur weil man eine Infektion gut weggesteckt hat, heißt das nicht, dass jede weitere Erkrankung genauso unproblematisch verläuft.

Und vergessen wir bitte nicht all jene, die schon jetzt von Long Covid betroffen sind. Man mag sich nicht ausmalen, was eine weitere Infektion für sie bedeuten würde. Warnungen vor dem Virus und Schutzmaßnahmen auf individueller Ebene sind auch nach dem offiziellen Ende der Pandemie noch angebracht. Das ist keine Panikmache, sondern Rücksichtnahme – auf sich selbst und andere. (Magdalena Pötsch, 7.7.2024)