87,4 Millionen Euro vergibt der ORF 2007 an Auftrags- oder Koprodukionen und an Filmförderungen. Darin enthalten sind 5,96 Millionen Förderung für Kinofilme. Der ORF profitiert wiederum seinerseits vom österreichischen Fernsehfilmfonds (FFFF). Die Rundfunkbehörde vergab 2006 7,24 Millionen Euro, darunter etwa an massentaugliche Serien wie "Soko Donau".

Unterdessen produziert der ORF fleißig fürs Fernsehen. Allein während des Sommers sind zwölf Filme und Serien im Werden: Am viel versprechendsten klingt der Sechsteiler "Tschuschenpower" über Migrantenschicksale. Regie führen Thomas Reider und Diagonale-Sieger Jakob M. Erwa.

Nach einem Drehbuch von Uli Brée und Rupert Henninger dreht Wolfgang Murnberger "Der schwarze Löwe" über Schwarzafrikaner in heimischen Fußballvereinen.

Urs Egger verfilmt mit Tobias Moretti den Mankell-Krimi "Umbra Mortis".

Der Rest zählt zur Massenware: zwei Folgen "Arzt vom Wörthersee", mit RTL und Veronica Ferres "Die Patin". An der Fortsetzung der aberwitzigen "Polly Adler" mit Petra Morzé wird genauso gearbeitet wie an der bayerisch-österreichischen Beziehungskomödie "Patchwork" mit Fritz Karl in der Hauptrolle.

Ebenfalls im Entstehen sind die bekannten Langzeitserien "Soko Kitzbühel" , "Soko Donau", "Der Winzerkönig" oder "Weißblaue Geschichten" . (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 18./19.8.2007)