Die Dreharbeiten im Salzkammergut sollten mit dem August zu Ende gehen - wann und wo genau aber in die Kinos kommen wird, ist nicht ganz fix: Der Oberösterreichische Jung-Regisseur hat mit seiner "Gruppe:Filmkunst" den Sommer dazu genutzt, seinen mittlerweile fünften Film zu drehen - und wie schon bei früheren Spielfilmprojekten einen Plot ausgesucht, der zwar um die vorletzte Jahrhundertwende angesiedelt, aber dennoch zeitlos ist: Jacob erzählt die Geschichte eines Kindes, das vor dem sexuellen Zu- und Übergriff durch den eigenen Vater bewahrt wird - von einer Hure.Das Geschehen in einer "langsamen" Epoche mit einer "langsamen" Sprache zu erzählen, ist dabei mehr als ein Kunstgriff: Man wolle, heißt es auf der Gruppen-Homepage bewusst "Filme ider den Zeitgeist" machen - und dass man von lokalen Medien da als "Gegenteil von MTV" bezeichnet wurde, klingt ohnehin wie ein Kompliment. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 29.8.2007)