Amsterdam - Der Nettogewinn des weltweit viertgrößten Lebensmittel-Einzelhändlers Ahold hat sich im zweiten Quartal dank des Verkaufs zweier Sparten verzehnfacht. Nach der Trennung vom US-Cateringanbieter U.S. Foodservice und einer polnischen Gesellschaft stieg er auf 2,2 Mrd. Euro von 219 Mio. Euro vor Jahresfrist, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Betriebsgewinn übertraf mit 291 Mio. Euro die Analystenschätzung von im Schnitt 270 Mio. Euro. Ahold hatte U.S. Foodservice vergangenen Monat für 7,1 Mrd. Dollar (5,21 Mrd. Euro) an Finanzinvestoren verkauft. Die Erwartungen übertraf der Konzern auch mit dem Gewinn seiner Supermarktkette Albert Heijn, der größten in den Niederlanden. Dieser betrug operativ 131 Mio. Euro. Bei der Vorlage der Zahlen kündigte Ahold ein Aktienrückkauf-Programm in Höhe von einer Milliarde Euro an. Einschließlich einer bereits angekündigten Kapitalrückzahlung erhielten die Anteilseigner damit insgesamt vier Mrd. Euro vom Unternehmen zurück. (APA/Reuters)