Wien - Die Rewe-Tochter Merkur zieht es zurück in die Stadt und in kleinere Geschäfte. Der Lebensmittelhändler will die Verkaufsflächen künftig etwas verkleinern. Die Märkte sollen überschaubar werden, es solle wieder menscheln, sagte Vorstand Manfred Denner im Rahmen der Eröffnung einer Filiale im Wiener Stadion-Center.

Der Trend beim Einkaufen gehe wieder in Richtung kleinere Läden nach dem Vorbild der Greißler ums Eck. Merkur versuche darauf mit einem neuen Marktkonzept und kleineren Filialen zu reagieren.

Die 106 Merkur-Shops bieten in Österreich im Schnitt 2200 Quadratmeter Verkaufsfläche. Sie soll in den nächsten Jahren auf 2000 Quadratmeter gesenkt werden. Hypermärkte wie jene in der Grazer Shopping City Seiersberg mit insgesamt 6000 Quadratmetern sollen die Ausnahme bleiben, sagte Denner. Man wolle wieder zurück in die City und die Rolle eines Nahversorgers übernehmen. Merkur plant in den kommenden drei bis fünf Jahren 15 bis 20 neue Märkte.

"Es gibt eine Renaissance der modernen Nahversorger", meint auch Konkurrent Spar-Chef Gerhard Drexel. Er sieht im Lebensmittelgeschäft dennoch weiterhin Bedarf an der Großfläche. "Wir decken beide Marktsegmente ab." (APA, vk, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31.8.2007)