Wien – Der Reiseveranstalter Bentour, spezialisiert auf Reisen in die Türkei und bekannt durch seine World-of-Wonders-Schiene, hat einen Coup gelandet: Das Unternehmen wird ab November auch den Vertrieb der Klub-Urlaubsmarke Magic Life, die zu hundert Prozent dem Reisekonzern TUI gehört, in Österreich mit übernehmen. Das gab der geschäftsführende Gesellschafter von Bentour, Gürsel Erel, am Donnerstag bekannt.

Für Erel bedeutet dieser Schritt faktisch die Rückkehr zu seinen Wurzeln. Er selbst war es, der 1990 – damals noch in Diensten von Gulet – die Magic Life Clubs mit erdacht und aufgebaut hat. Er wolle dazu beitragen, den österreichischen Charakter der Clubs zu stärken. "Unsere Kunden wollen Rot-Weiß-Rot, nicht Schwarz-Rot-Gold", sagte Erel in Anspielung auf die Tatsache, dass in einigen Clubs zuletzt das deutsche Deutsch mitunter dominanter war als das österreichisch gesprochene Deutsch. Erel: 2Wir wissen, was unsere Kunden wollen, entsprechend werden wir Schritt für Schritt das Angebot ausrichten." In der Wintersaison sind erstmals fünf Magic Life Clubs und eine Magic-Life-Nilkreuzfahrt bei Bentour buchbar, ab nächstem Sommer das gesamte Programm. Erel erwartet einen Wachstumsschub für sein Unternehmen.

2007 verspricht ein Erfolgsjahr für Bentour zu werden. Das "Comeback" der Türkei als Urlaubsreiseziel hat dem Reiseveranstalter bisher 44 Prozent mehr Gäste gebracht und einen um 30 Prozent höheren Gesamtumsatz von geschätzten 25 Mio. Euro (bis Ende Dezember) bei rund 45.000 Gästen. (stro, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 7.9.2007)