Aberdeen - Eine fast vierzig Jahre lang laufende Untersuchung von zehntausenden Frauen hat schottischen ForscherInnen zufolge keinen Zusammenhang zwischen der Einnahme der Anti-Baby-Pille und einem allgemein erhöhten Krebsrisiko ergeben. Wissenschaftlerinnen der Universität Aberdeen veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" ("BMJ"). Bei drei bis zwölf Prozent der Frauen, die mit Pille verhüteten, konnte sogar ein geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken, festgestellt werden.

Teilweises Risiko für Langzeitanwenderinnen

Bei regelmäßigen Anwenderinnen - über acht Jahre lang, was auf etwa ein Viertel der Probandinnen zutraf - stieg aber das Risiko deutlich an, Gebärmutterhalskrebs oder Tumore im Zentralnervensystem zu bekommen. Andererseits hätten genau diese Frauen ein geringeres Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken.

Die WissenschafterInnen hatten 1968 eine Studie mit 46.000 Britinnen begonnen, die damals im Durchschnitt 29 Jahre alt waren. Weil viele Frauen im Laufe der Jahre aus der Studie ausgestiegen waren, bezogen die ForscherInnen zwei weitere Datenbanken in ihre Untersuchung mit ein, um einen zuverlässigen Vergleich garantieren zu können.

Australische ForscherInnen hatten vor zwei Jahren festgestellt, dass junge Frauen, die von Haus aus ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben, dieses verringern können, indem sie die Pille nehmen. (APA/AFP)