Tokio - Mit der Rücktrittserklärung des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe geht ein Jahr zu Ende, das von zahlreichen innenpolitischen Turbulenzen gekennzeichnet war:

26.9.2006: Abe wird als Nachfolger von Junichiro Koizumi zum Ministerpräsidenten gewählt.

27.12.2006: Der Minister für die Verwaltungsreform, Genichiro Sata, tritt zurück. Ihm wurde vorgeworfen, öffentliche Mittel missbraucht zu haben.

28.5.2007: Unmittelbar vor einer parlamentarischen Anhörung zu einer Finanzaffäre begeht Agrarminister Toshikatsu Matsuoka Selbstmord.

30.6.2007: Als Konsequenz aus Problemen bei der Pensionsversicherung werden mehrere Gesetze verabschiedet.

3.7.2007: Verteidigungsminister Fumio Kyuma tritt wegen einer Äußerung zurück, dass die US-Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki unvermeidlich gewesen seien.

29.7.2007: Bei der Wahl zum Oberhaus des Parlaments verliert die Liberaldemokratische Partei (LDP) ihre Mehrheit.

1.8.2007: Agrarminister Norihiko Akagi tritt zurück, weil in seinem Büro ein Buchhaltungsskandal aufgedeckt wurde.

27.8.2007: Abe bildet sein Kabinett um.

3.9.2007: Nur eine Woche nach seinem Amtsantritt erklärt Agrarminister Takehiko Endo wegen des Missbrauchs von Agrarsubventionen seinen Rücktritt.

12.9.2007: Abe kündigt seinen Rücktritt an. (APA/AP)