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Foto: AP/Japarize
Moskau/Karlsruhe - Der Ölkonzern Royal Dutch Shell hat seinem russischen Konkurrenten Rosneft eine Beteiligung an der Miro-Raffinerie in Karlsruhe angeboten. Shell wolle einen Teil seiner 32,25-Prozent-Beteiligung gegen Produktionsanlagen von Rosneft tauschen, berichtete die Wirtschaftszeitung Vedomosti am Donnerstag unter Berufung auf nicht namentlich genannte Personen, die beiden Firmen nahe stünden.

Rosneft bietet Shell demnach im Gegenzug eine Zusammenarbeit bei dem sibirischen Feld Komsomolsk an. Auch am Schwarzen Meer böten sich den Firmen Gelegenheit für eine zukünftige Kooperation. Shell und Rosneft lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Mineralölraffinerie Oberrhein in Karlsruhe (Miro) ist nach eigenen Angaben Deutschlands größte Kraftstoffraffinerie und eine der leistungsfähigsten in Europa. Gesellschafter sind neben Shell ConocoPhillips, Esso und Ruhr Oel. Bei dem Unternehmen veredeln rund 1000 Mitarbeiter Rohöl zu Produkten wie Benzin, Diesel, Heizöl, Propylen und Bitumen - rund 16 Mio. Tonnen im Jahr. Für den Südwesten Deutschlands ist die Raffinerie nach eigener Darstellung die wichtigste Versorgungsquelle für Mineralölprodukte. (Reuters, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.9.2007)