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Foto: APA/AP/Jae C. Hong
Das Anti-Piraterie-Unternehmen MediaDefender steht im Mittelpunkt gezielter großflächiger Hackerattacken. Wie sich nun herausstellte, waren zumindest drei Versuche der Hakcer in das Netzwerk des Unternehmens einzudringen erfolgreich.

Interner Mailverkehr zum Download

Über eine Lücke im E-Mail-System von MediaDefender drangen die Angreifer in das Netzwerk ein und konnten große Beute machen, so ei Bericht des US-Magazins Wired. Die erfolgreiche Attacke startete am Samstag und dauert über drei Tage an. Das Ergebnis waren unter anderem die Bereitstellung von mehr als 6.000 internen MediaDefender-Mails mit einer Gesamtgröße von rund 700 Megayte auf diversen BitTorrent-Seiten.

Interne Datenbank

Im Rahmen dieser Serienangriffe auf das Unternehmensnetzwerk gelang es den Hackern auch eine Kopie der internen Datenbank zu ziehen. Im Datenbestand sollen sich auch einige Dateien über die Angriffe auf P2P-Netzwerke finden. Auch ein digitaler Mitschnitt von Telefonaten mit Anwälten kam abhanden. Ironischerweise ist der Inhalt des Telefonats die Sicherheit der MediaDefender-Netzwerke und wie gut diese ist.

Die Unterhaltungsindustrie

MediaDefender ist eine Anti-Piraterie-Firma, die eng mit der US-Unterhaltungsindustrie zusammen arbeitet. Die Spezialität des Unternehmens ist das Einschleusen in P2P-Netzwerke und die Ausforschung von Benutzern. Das Unternehmen scannt die Netzwerke und informiert die Rechteinhaber wenn ihr Material zum Tausch angeboten wird.(red)