London - Der englische Fußball-Club Arsenal London hat am Montag das beste Geschäftsergebnis seiner Geschichte veröffentlicht. So setzte der Traditionsverein in der vergangenen Saison 263 Millionen um, in der Spielzeit davor waren es noch 192,4 Millionen Euro gewesen. Die Steigerung ist vor allem dem neuen Emirates-Stadion zu verdanken, das im Sommer 2006 eröffnet worden war und 60.000 Zuseher fasst. "Wir gehören nun zu den drei reichsten Klubs der Welt", stellte ein Clubvertreter fest.

In der aktuellen Summe nicht berücksichtigt sind allerdings die im Sommer durchgeführten Transfers, darunter die Verkäufe von Thierry Henry an Barcelona (23 Millionen Euro) oder von Jose Antonio Reyes an Atletico Madrid (11,5). Im vergangenen Jahr meldete Real Madrid einen Umsatz von 292,2 Millionen Euro, gefolgt vom FC Barcelona (259,1), Juventus Turin (251,2) und Manchester United (242,6).

Usmanow stockt auf

Der russische Milliardär Alisher Usmanow hat indes seinen Aktienanteil an Arsenal aufgestockt. Nach einer Mitteilung an die Londoner Börse am Dienstag besitzt Usmanows Holding "Red and White" nun 21 Prozent der Aktien des Vereins aus London. Eine Übernahme des Premier-League-Clubs steht laut Präsident Peter Hill-Wood aber nicht bevor. Kein Großaktionär plane derzeit eine Veräußerung seiner Anteile, sagte Hill-Wood der BBC.

Im August hatte Usmanow erstmals Anteile von Arsenal kauft. Er übernahm vom früheren Vizepräsidenten David Dein, ein 75 Millionen Pfund (108 Mio. Euro) schweres Aktienpaket, das 14,65 Prozent der Anteile entsprach. Nach dem Zukauf ist der russische Geschäftsmann nun zweitgrößter Arsenal-Aktionär nach US-Investor Danny Fizman, der 24 Prozent am Verein hält.

Dein hatte sich im April aus dem Arsenal-Vorstand verabschiedet, nachdem seine Pläne, den US-amerikanischen Geschäftsmann Stan Kroenke an Bord zu holen, keine Mehrheit gefunden hatten. Die "Gunners" brauchen nach Ansicht der Vereinsführung derzeit keine zusätzlichen ausländischen Investitionen. Der Vorstand sei zu Gesprächen mit Usmanow über dessen Pläne bereit, so Hill-Wood. Ein kompletter Verkauf stehe aber nicht zur Debatte. (APA/AFP)