London - Der russische Aluminiumhersteller Rusal hat Kreisen zufolge seinen geplanten 9 Mrd. Dollar (6,4 Mrd. Euro) schweren Börsengang wegen der internationalen Finanzkrise verschoben. Grund seien Liquiditätssorgen, sagten dem Konzern nahestehende Personen am Freitag. Das Geschäft wäre der weltweit größte Börsengang des Jahres gewesen.

Rusal (einst "Russian Aluminium"), hatte im März angekündigt, binnen drei Jahren an die Börse zu wollen. Die Firma war erst in Frühjahr durch die Fusion mit dem Konkurrenten Sual und dem Rohstoff-Händler Glencore zum weltweiten Branchenführer aufgestiegen. Rusal produziert pro Jahr etwa vier Millionen Tonnen Aluminium, was knapp 13 Prozent des weltweiten Bedarfs entspricht.

In einer Vorauswahl seien die Deutsche Bank und die US-Institute JP Morgan und Morgan Stanley als globale Koordinatoren ausgesucht worden, hieß es noch im Juli. In der engeren Wahl für die Konsortialführung standen auch Credit Suisse, UBS und Goldman Sachs. (APA/Reuters)