will schnellere Hinrichtungen "Todesstrafe als Abschreckung unbedingt erforderlich"

Tokio - Japans Justizminister Kunio Hatoyama hat am Dienstag die schnellere Vollstreckung von Todesurteilen verlangt. Auf einer Pressekonferenz anlässlich seiner Bestätigung im Amt unter dem neuen Ministerpräsidenten Yasuo Fukuda sagte Hatoyama in Tokio, zum Tode Verurteilte sollten seiner Ansicht nach sechs Monate nach einer gescheiterten Berufung "automatisch" gehenkt werden. Die Todesstrafe sei in Japan als Abschreckung unbedingt erforderlich, "da wir in den vergangenen Jahren einige äußerst gewalttätige, bösartige Verbrechen gesehen haben". Mit der Todesstrafe würden solche Taten abgeschreckt.

Die Vollstreckung von Todesstrafen war in Japan 15 Monate lang ausgesetzt gewesen, weil Justizminister Seiken Sugiura dies mit seinem buddhistischen Glauben nicht vereinbaren konnte. Sie wurde aber nach der Amtsübernahme des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe im Herbst 2006 wieder eingeführt. Seither wurden zehn Menschen hingerichtet. (APA)