Tokio - Der ins Schlingern geratene japanische Unterhaltungselektronik-Konzern JVC will fast jeden fünften Arbeitsplatz streichen. Bis Mitte Oktober müssten im Rahmen der laufenden Sanierung 1.150 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, erklärte JVC am Dienstag. Das entspricht 18 Prozent der Belegschaft ohne Berücksichtigung von JVC-Töchtern.

Für die im April begonnene erste Hälfte des Geschäftsjahres gab JVC zudem eine Sonderbelastung von 68 Mio. Euro bekannt. Als Grund nannte das Unternehmen die Kosten, die durch die vereinbarten Vorruhestandsregelungen anfielen. Die Summe sei bereits in die Prognose für das Geschäftsjahr bis Ende März 2008 eingerechnet.

JVC rechnet für das Gesamtjahr mit einem Nettoverlust von umgerechnet 106 Mio. Euro; es wäre das vierte Jahr in Folge mit roten Zahlen. JVC hinkt Konkurrenten wie Sony oder Samsung Electronics etwa auf dem boomenden Markt der Flachbild-Fernseher hinterher. (APA/Reuters)