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Ein ehemaliger Senior Program-Manger von Microsoft Jesper Johansson, der voriges Jahr zu Amazon wechselte, beschwert sich in seinem Blog über die restriktiven Kopierschutzmaßnahmen seines einstigen Arbeitgebers. Seiner Aussage nach würde er aufgrund der vielen Probleme von Windows Media Center ernsthaft in Erwägung ziehen auf LinuxMCE umzusteigen, eine freie Medien-Verwaltungssoftware.

Absturz

Nachdem er vergebens versuchte seinen Video-On-Demand-Dienst vom Kabel-Provider Comcast mit seinem Windows Media Center zum Laufen zu bringen, platzte ihm der Kragen und gab seinen Frust mit dem digitalen Rechtemanagement-System Microsofts öffentlich zum Besten.

Die empfohlenen Schritte um sein Problem zu lösen, hätten nicht funktioniert. Etwa wurde er angehalten Windows Media Player 10 zu installieren, der seine Arbeit aber verweigerte. Ein DRM-Update führte zu einem Crash des Internet Explorers.

Einer gegen Alle

Auch wenn in seinem Fall Microsofts Software für die Probleme verantwortlich ist, richtet sich seine Kritik allgemein gegen Rechteschutz-Maßnahmen der Industrie.

"Wie viele Millionen hat die Industrie in DRM-Technologien gesteckt, die die Bösen Jungs in nur wenigen Wochen wieder brechen. Wie viele legale Nutzer hat die Industrie bereiz vergrault? Wie viele DVDs wurden dadurch nicht verkauft", zitiert ihn das Branchenportal Cnet.

Demnach hätten die verschärften Nutzungsbedingungen von Medien und deren Schutz wenig dazu beigetragen, die Zahl der Raubkopien zu vermindern. Lediglich "anständige" Verbraucher würden dadurch abgeschreckt. Um künftig derartigen Problemen aus dem Weg zu gehen, überlege er nun LinuxMCE einzusetzen. (red)