Ouagadougou – Im westafrikanischen Staat Burkina Faso ist die Zahl der Fälle von weiblicher Genitalverstümmelung seit dem Verbot von 1996 fast um die Hälfte zurückgegangen. Noch immer müssten sich derzeit jedoch geschätzte 45 Prozent der Mädchen dem Ritual unterziehen, sagte die burkinische Sozialministerin Pascaline Tamini am Donnerstag in Ouagadougou.

Die weibliche Genitalverstümmelung wurde in Burkina Faso 1996 verboten; im Jahr danach wurden Schätzungen zufolge noch immer 80 Prozent der Mädchen in dem bitterarmen Land beschnitten. Laut Tamini kommen die meisten Fälle heute im Norden des Landes vor.

In Burkina Faso werden die Frauen, die Beschneidungen an Mädchen vornehmen, mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft. (APA/AFP)