Wien - Die börsenotierte Innsbrucker Medien- und Tourismusgruppe Feratel hat in ihrem 1. Quartal (Anfang Mai bis Ende Juli) wie erwartet ein negatives Ergebnis geschrieben. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) hat sich in den ersten Monaten um 67.700 Euro verbessert, lag aber immer noch mit 116.300 Euro im Minus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) fiel hingegen deutlich schlechter aus. Die Übernahme der Sitour-Gesellschaften habe die "saisonal geprägten" Ergebnisse weiter negativ verstärkt, teilte das Unternehmen am Freitag ad hoc mit.

Das operative Ergebnis EBIT wies in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 ein Minus von 1,05 Mio. Euro aus. Im Vorjahresquartal 2006/07 lag das EBIT noch bei minus 563.900 Euro. Feratel-Vorstandsvorsitzender Markus Schröcksnadel nennt dieses Ergebnis aber "erwartungsgemäß". Das EBIT im 1. Quartal sei traditionell "zeitraumbezogen geplant negativ". Ähnlich wie das EBIT ist auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) mit minus 1,09 Mio. Euro im roten Bereich.

Verbesserter Konzernumsatz

Der Konzernumsatz im Berichtszeitraum Mai bis Juni hat sich von 2,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,4 Mio. Euro verbessert. Der 56-prozentige Umsatzsprung erklärt sich überwiegend aus der Einbeziehung der Sitour-Gesellschaften. Feratel hat das Medien-Unternehmen im letzten Quartal des Vorjahres gekauft. Die Miteinbeziehung der vier Sitour-Gesellschaften in Österreich, Italien, Tschechien und der Slowakei erfolgte Anfang Februar dieses Jahres.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt Schröcksnadel eine Steigerung des Gesamtumsatzes an und ein positives Ergebnis im dritten und vierten Quartal. "Alle Vorzeichen stehen auf Wachstum", so Schröcksnadel. Feratel will seine Position als Entwickler und Anbieter touristischer Informationssysteme weiter auszubauen, für Schröcksnadel heißt dies, "die geografische Expansion voranzutreiben".

Die Innsbrucker Mediengruppe, die auf Live-Wetter- und Panorama-TV sowie auf Tourismus-Software wie etwa für Hotelbuchungssysteme spezialisiert ist, hat im Geschäftsjahr 2006/07 (per Ende April) deutliche Steigerungen bei Ergebnis und Umsatz verzeichnet. Der Konzerngewinn stieg im selben Zeitraum auf 1,1 Mio. Euro nach 575.900 Euro. Bei der Hauptversammlung im Oktober dieses Jahres wird der Vorstand die Ausschüttung einer Dividende von 9 (Vorjahr: 8) Eurocent vorschlagen. (APA)