Linz - Mit dem Zusperren des Linzer Austria-Tabak-Werks, von dem rund 300 Mitarbeiter betroffen sind, wird auch ein kleines Wahrzeichen der Landeshauptstadt zu Grabe getragen: In der "Tschickbude", wie die Bevölkerung das Industriegebäude augenzwinkernd nennt, wurden in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur Rauchwaren produziert: Eine Zeit lang war auch das Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften der Linzer Kunstuniversität darin untergebracht.

Der Name "Austria Tabak" prangt nicht nur auf dem markanten Gebäude nahe der Donau, sondern stand auch jahrelang auf den Dressen eines Fußballvereins: In den dreißiger Jahren als "SV Tabakfabrik" gegründet, später in "SV Austria Tabak" umbenannt, sind die Kicker heute als "FC Blau-Weiß Linz" bekannt. Das Team, das in der Oberösterreich-Liga spielt, hat seinen Sportplatz unweit der "Tschickbude".

Austria Tabak war mehr als 150 Jahre in Linz präsent. "Wir werden daher unseren Rückzug sehr sorgfältig und in Abstimmung mit den lokalen Behörden planen", erklärte Austria Tabak-Österreich-Manager Robert Seibezeder. Dazu werde es auch Beratungen mit der Stadt Linz geben. (APA)