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Der Mach-Messer der Concorde erzielte 26.000 Euro

Foto: AP/Gabalda
Paris - Zehntausende Euro haben Luftfahrt-Nostalgiker bei einer Auktion von Concorde-Zubehör in Toulouse ausgegeben. Der Geschwindigkeitsmesser des Überschalljets, ein sogenannter Machmesser, ging für 26.000 Euro weg. Ein 1,5 Tonnen schweres Fahrwerk mit Reifen brachte 26.000 Euro ein, hieß es nach Angaben der Auktionatoren von Sonntag. Zu der viertägigen Versteigerung, die noch bis zum Montag dauert, sind neben Liebhabern und Sammlern auch ehemalige Piloten des einzigen Überschall-Verkehrsflugzeugs nach Südfrankreich gekommen.

Auch sieben Jahre nach dem katastrophalen Absturz einer Concorde am 25. Juli 2000 bei Paris - 109 Menschen starben - hat das legendäre Flugzeug mit der Bleistiftnase nichts von seiner Faszination verloren. Im Angebot stehen Kopfhörer der Piloten, Bordmikrofone und Anschnallgurte bis hin zur Klobrille. So haben Liebhaber die Chance, auch für kleine Summen ein Souvenir zu ergattern.

Nase nicht zu haben

"Diverse Stücke dürften sich zu echten Objekten der Industriekunst entwickeln", sagte ein Auktionator im französischen Rundfunk. Beispielsweise ein Flughorizont aus der Pilotenkanzel, der 7.500 Euro einbrachte. Die spitze Nase der Concorde ist allerdings nicht mehr zu haben. Eine davon wurde 2003 in Paris für 480.000 Euro versteigert. Mit den Einnahmen der Auktion soll bis 2010 bei Toulouse ein Wissenschaftspark über die Luft- und Raumfahrt entstehen.

Die Concorde flog mit mehr als zwei Mach, das sind etwa 2200 Stundenkilometer. Die Flugzeit zwischen Paris und New York betrug zwischen 3 und 3,5 Stunden. Die Flüge waren jedoch nie rentabel. Nach einem Absturz stellten Britisch Airways und Air France den Flugverkehr vor vier Jahren ein. (APA/dpa)