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Im Gespräch mit der Berliner Zeitung kritisierte der Chef des finnischen Handy-Herstellers Pekka Rantala den wachsenden Rivalen Apple scharf für sein neues Mobiltelefon iPhone.

Demnach habe "Apple in einen Musikspieler ein Telefonmodul eingebaut. Darin kann ich nur schwerlich eine großartige Innovation erkennen", so Rantala.

"Nicht kopiert"

Selbst unter Beschuss geraten ist der Marktführer, nach der Bekanntgabe mit der Internet-Initiative Ovi selbst einen Online-Musik-Shop anbieten zu wollen. Man würde damit allerdings nicht das Konzept Apples kopieren. "Der Schritt, noch mehr ins Internet zu gehen, ist für uns unausweichlich gewesen", betont Nokias Chef.

Ganz abgeneigt ist Rantala gegenüber dem populären Musikvertrieb iTunes allerdings nicht. Apple sei herzlich eingeladen sein Angebot auch für Nokia-Handys zu öffnen. "Der Kunde entscheidet, was er auf seinem Handy nutzen will".

Kritik

Ähnlich harsche Worte gab es letzte Woche auch von Seiten des österreichischen Mobilkom-Boss Boris Nemsic im Gespräch mit dem ORF. "Bei Telefonen müssen sie noch lernen", so die Kritik an Apple. Laut Nemsic sei "die Grundidee des iPhone, ich bin schnell und unkompliziert im Netz und man kann vieles machen. Wunderbar, aber ohne UMTS ist die Idee ad absurdum geführt".

Liebäugelei

Ebenfalls bedenklich sei Apples Vorgehen auch in Europa an einem Exklusivpartner festhalten zu wollen. Der Markt sei grundlegend anders als jener der USA. Aber der Konsument würde selbst entscheiden, "ob das fair ist oder nicht". Dass man selbst dennoch am iPod-Handy interessiert sei, will man allerdings auch nicht abstreiten. "Ich sage nicht, dass wir es nicht anbieten können, die Frage ist nur wann und wie", so Nemsic gegenüber dem ORF. (red)