Berlin - Stefan Rosinski, Generaldirektor der Berliner Opernstiftung, hat die Deutsche Oper in der der "Berliner Zeitung" scharf kritisiert: "Die Deutsche Oper braucht repertoirefähige Inszenierungen", für das Haus wäre es elementar, dass die nächsten Produktionen Erfolge werden. Die Intendantin der Deutschen Oper, Kirsten Harms, sei sich dabei des öffentlichen Drucks bewusst. "Alles andere", so Rosinski, "sind politische Entscheidungen".

Die Deutsche Oper, eines von drei Opernhäusern in der Hauptstadt, hatte in der jährlichen Kritikerumfrage der Zeitschrift "Opernwelt" die meisten Negativstimmen erhalten. Kritisiert wurde dabei unter anderem die Affäre um die Absetzung und eilige Wiederaufführung der umstrittenen "Idomeneo"-Inszenierung von Hans Neuenfels. Zum "Ärgernis des Jahres" habe auch der Misserfolg der Neuproduktion des "Freischütz" beigetragen, den die Kritiker Generalmusikdirektor Renato Palumbo und dem Chefregisseur des Hauses, Alexander von Pfeil, anlasten.

Zu den möglichen Ausweichquartieren für die Staatsoper Unter den Linden, die während ihrer Renovierung von 2010 an für vier Jahre umziehen muss, zählt laut Rosinski neben dem Admiralspalast, dem Schiller-Theater und einem Zelt neuerdings auch die Kindl-Halle in Neukölln. (APA/dpa)