Agathe Zupan

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Dorothee Frank

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Irene Suchy

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Rainer Rosenberg

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Elisabeth Zimmermann

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Michael Kerbler

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Michael Schrott

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Ihre Stimmen kennen viele, ihre Gesichter nur die wenigsten. Doris Priesching porträtiert einige der bekanntesten und markantesten Stimmen von Ö1.

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"Ein Journal, immer und überall"

Agathe Zupan wechselte Ende der 80er-Jahre vom ORF-Fernsehen zum „heiß geliebten“ Sender Ö1. Ein Jahr war sie Korrespondentin in Amerika, drei Jahre im ORF-Management: „Aber nix is’ so schön für mich wie Journale moderieren“, resümiert Zupan. Deshalb gehört sie schon seit zehn Jahren fix zur Stammmannschaft der Ö1-Journale. „Mit immer noch wachsender Begeisterung für die Kollegen und fürs Programm“, wie sie betont. „Mein Ehemann hingegen seufzt schon hin und wieder, wenn immer und überall ein Journal gehört werden muss.“

Kultur und Sozialpolitik

Dorothee Frank war von Kind an ebenso sehr an Musik wie an bildender Kunst interessiert. Ab den frühen 90er-Jahren konzentrierte sie sich aufs Radio. Bei Ö1 gestaltet sie Kurzbeiträge für die Aktuelle Kultur, längere Beiträge für „Diagonal“ und „Radiokolleg“, zu kulturellen wie auch soziopolitischen Themen, die manchmal osteuropäische Länder betreffen. _Sie ist live vor allem als „Kulturjournal“-Moderatorin auf Sendung. Im Buch „Menschen töten“ (Patmos Verlag), interviewte sie Täter, Angehörige von Opfern und Überlebende von Verbrechen.

"Radiomachen ist schöpferisches Zuhören"

Irene Suchy „Radio machen ist schöpferisches Zuhören. Wenn eine einer anderen das Mikrofon hinhält, macht sie sich und den Gesprächspartner zu Autoren, zu Schaffenden.“ Seit 1989 ist Irene Suchy Musikredakteurin bei Ö1. Sie gestaltet die Sendung „Apropos Musik“, gehört zum Stammteam der morgendlichen „Pasticcio“-Präsentatoren und mischt praktisch überall mit, wo es nur geht: Im „Radiokolleg“, bei „Intrada“, „Ö1 bis 2“, „Aus dem Konzertsaal“ oder in den „Spielräumen“. Suchy ist Universitätslektorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst.

Der Mann vom "Spezialprogramm"

Rainer Rosenberg ist seit 1974 beim ORF-Radio, seit 1995 für „Spezialprogramme“ auf Ö1 „Von Tag zu Tag“, „Moment – Leben heute“, „Help“, „Ganz Ich“, Radiohund „Rudi“) zuständig. Rosenberg begann bei Ö3 („Musicbox“ und „Zickzack“), wechselte kurz zum Fernsehen und baute das Jugendmagazin „X-Large“ auf. Er geht selbst gern auf Sendung, derzeit oft in „Von Tag zu Tag“ oder für die Porträtreihe „Menschenbilder“. Dass es das Mittelwelle-Programm des ORF „Radio 1476“ gibt, ist sein Verdienst.

Kunstradio und Radiokunst

Elisabeth Zimmermann leitet seit 1998 die avantgardistische Kunstsendung „Kunstradio – Radiokunst“. Sie koordiniert Livesendungen von internationalen Symposien und innovativen weltumspannenden tele-matischen Radiokunst-Events und -Installationen. Seit 1991 arbeitet sie für das sonntägliche Kunstmagazin. Zimmermann entwickelt internationale Diskussionsforen zwischen Theoreti-kern und Praktikern der Radiokunst. Außerdem ist sie Repräsentantin des ORF in der Ars-Acus-tica-Gruppe der Europäischen Rundfunk Union (EBU).

Immer "Im Gespräch"

Michael Kerbler leitet seit 2003 die donnerstägliche Interviewreihe „Im Gespräch“, die heuer ihren 20. Geburtstag feiert. Zum ORF kam er 1976, wo er anfangs beim Aktuellen Dienst Hörfunk als Wirtschaftsredakteur, Moderator der „Journale“ und Reporter tätig war. Zwischen 1985 und 1986 arbeitete er als ORF-Auslandskorrespondent in Bonn, später in Krisengebieten Ostafrikas, in den arabischen Staaten und im Iran. Zwischen 1994 und 1998 koordinierte er die aktuelle Berichterstattung des ORF Hörfunk. Ab 2002 leitete Kerbler Radio Österreich International.

Der lang gediente Zeitgenosse

Michael Schrott leitet das zweistündige Ö1-Herzstück „Diagonal – Radio für Zeitgenossen“ immer am Samstag. Seine journalistische Arbeit begann 1968 als Reporter für „Österreich-Bild“ und „Zeit im Bild“. Erste Radioerfahrungen machte er 1969 während des Präsenzdienstes beim Kurzwellen-Schulungssender des Bundesheeres. Fürs Radio arbeitete er ab 1971 bei der „Musicbox“ mit den Schwerpunkten neue soziale Bewegungen, Jugendpolitik, ethnische Minderheiten, Alltagskultur. 1986 fuhr Schrott in 50 Teilen auf Goethes Spuren durch Italien. (DER STANDARD; Printausgabe, 2.10.2007)