New York - Zum ersten Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon zunehmende Intoleranz beklagt. Zugleich rief er die Weltgemeinschaft auf, die Ideale von Frieden und menschlicher Würde Mahatma Gandhis zu übernehmen. Der Tag der Gewaltlosigkeit am Dienstag fiel auf den Geburtstag des indischen Unabhängigkeitskämpfers.

In Anspielung auf das gewaltsame Vorgehen der Militärregierung in Burma (Myanmar) gegen friedliche Demonstranten sagte Ban bei einer Gedenkveranstaltung der UNO-Vollversammlung in New York, die Welt sei Zeuge tödlicher Gewalt gegen unbewaffnete Protestierende geworden, die den Geist der Lehre Gandhis verkörperten.

Gandhis Lehre vom gewaltlosen Widerstand im Kampf um Gerechtigkeit stand am Anfang der erfolgreichen Auflehnung Indiens gegen die britische Kolonialherrschaft und inspirierte Bürgerrechtler wie Martin Luther King oder die friedliche Abschaffung der Apartheid in Südafrika. Der 1869 geborene Gandhi wurde 1948 ermordet, kurz nach der Unabhängigkeit Indiens. (APA/AP)