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Steckt auch im Ferrari McLaren-Wissen?

Foto: AP/ Wong
Rom - Der wegen Spionage entlassene Ex-Chefmechaniker von Ferrari, Nigel Stepney, beschuldigt seinen ehemaligen Rennstall. "Ich bin überrascht, dass Ferrari aus dieser Affäre sauber und ohne Strafen herausgekommen ist. Die Information sollen nicht nur in eine Richtung gelaufen sein, sagte Stepney nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Donnerstag.

Stepney berichtete, er habe dem McLaren-Techniker Mike Coughlan nicht nur Geheiminformationen über die Ferrari-Autos geliefert. Auch Coughlan habe ihm technische Informationen über die Boliden des McLaren-Rennstalls weitergegeben.

"Ich wusste über die Verteilung des Gewichts in ihrem Auto Bescheid. Ich hatte Informationen über ihre Autos. Die Frage ist: Habe ich diese Informationen verwertet? Habe ich darüber gesprochen? Ich habe es natürlich getan, kann es aber nicht beweisen, weil es keine E-Mails, oder anderes gibt. McLaren hat von den Informationen profitiert und Ferrari nicht? fragte Stepney. Er wundere sich, warum niemand diese Frage gestellt habe.

Stepney, gegen den die Staatsanwaltschaft der italienischen Stadt Modena ermittelt, ist laut "Gazzetta" nach Großbritannien zurückgekehrt. Hier habe er einen zeitlich befristeten Job gefunden, der nichts mit der Motorwelt zu tun hat. (APA)