Rom/Kabul - Der italienische Soldat, der vor zwei Wochen in Afghanistan gekidnappt und nach zwei Tagen gewaltsam befreit worden war, ist in Rom gestorben. Der 33 Jahre alte Lorenzo D'Auria erlag im römischen Militärkrankenhaus Celio seinen schweren Verletzungen. Seit einigen Tagen lag er im Koma. Der zweite Soldat konnte unversehrt nach Italien zurückkehren.

NATO-geführte Truppen hatten am 24. September die im Westen des Landes verschleppten italienischen Soldaten in der Provinz Farah befreit. Dabei wurden beide Soldaten verwundet, D'Auria schwer. Medienberichten zufolge erlitt der schwer verletzte Mann einen Kopfschuss und eine Schussverletzung in der Brust. Bei dem Militäreinsatz wurden mindestens neun Kidnapper getötet.

Am Donnerstag wurde unterdessen die Entführung von zwei afghanischen Mitarbeitern einer dänischen Hilfsorganisation in der zentralafghanischen Provinz Logar bekannt. Ein Sprecher des Hilfswerks DACAAR sagte am Donnerstag, die Männer seien am vergangenen Sonntag nach Fertigstellung eines Projektes auf dem Rückweg nach Kabul gewesen, als bewaffnete Männer sie im Distrikt Baraki Barak verschleppt hätten. Die Entführer forderten Lösegeld. Die Hilfsorganisation verhandle über Dorfältere mit den Entführern, werde aber kein Lösegeld zahlen. Ein Polizeisprecher in Logar sagte, eine kriminelle Bande stecke hinter der Tat. (APA/red)