Wien - Die gegensätzlichen Standpunkte in der Asylfrage prallten Donnerstag abend bei einem Streitgespräch zwischen der Grünen Vizechefin Eva Glawischnig und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache in der "ZIB 2" des ORF aufeinander. Während Glawischnig angesichts jüngster Abschiebungen kritisierte, dass Familien brutal auseinander gerissen worden seien und Kinder von ihren Eltern getrennt werden, forderte Strache eine Verschärfung des Asylrechts und meinte, Unrecht dürfe nicht belohnt werden.

Glawischnig sagte, es sei nicht erträglich, was derzeit mit Familien geschehe. Volksschulkinder würden in ihre Heimat zurückgebracht, die sie vorher noch nie gesehen hätten. Strache konterte, dass die Grünen auch versuchten, schwarze Schafe als Unschuldslämmer hinzustellen.

Die Grüne Vizechefin betonte, in einer Regierung würde man das Bleiberecht für jene, die länger als fünf Jahre in Österreich seien, einführen. Der FPÖ-Chef sagte, wenn jemand sich Asylrecht erschleiche, gehöre er abgeschoben. (APA)