Die Zeit der klebenden Fliegen ist vorbei, nun kommen Lackenwasser und Gatsch: Eine saubere Windschutzscheibe ist im Herbst eine Herausforderung.

Fliegenreste auf der Windschutzscheibe werden übrigens am besten mit alten Nylonstrümpfen weggewischt. Aber zum Herbstlichen: Zunächst einmal sollte die Füllung des Tanks der Scheibenwaschanlage, die vom Sommer noch übrig ist, durch eine Mischung ersetzt werden, die auch Frostschutz bietet.

Phosphate meiden

Wenn der Gefrierpunkt nicht gesenkt wird (auf mindestens minus 20 Grad), sind die Leitungen schnell kaputt (so es jemals wieder einen reschen österreichischen Winter geben sollte).

Stichwort Umwelt: In den meisten Scheibenwaschmitteln werden heute Tenside (waschaktive Substanzen) verwendet, die biologisch abbaubar sind, also von Mikroorganismen in natürliche Bestandteile zerlegt werden können. Zu achten ist darauf, dass keine Phosphate enthalten sind - diese könnten Hautreizungen verursachen.

Richtiger Mix

Eltern könnten weiters darauf achten, dass den oft nach Waldbeere oder Zitronenmelisse duftenden Chemikalien Bitterstoffe beigemengt sind, um zu vermeiden, dass der forschende Nachwuchs im Falle des Falles allzu viel vom "Saaaaft!" schluckt.

Wer es kommod haben will, kauft ein vorgemischtes Mittel, das ist zwar in Relation teurer, es garantiert aber, dass das Verhältnis von Wasser und Waschmittel konstant ist. Wer Konzentrate verwenden will (oft 1:100), sollte darauf achten, dass der Tankwart beim Nachfüllen nicht zu viel von der Waschsubstanz in den Stutzen hineindrückt, sonst schäumt es aus den Düsen. Am besten selbst machen und genau mischen.

Abzuraten ist davon, billige Allzweckreiniger zu verwenden, weil der Frostschutzzusatz fehlt. Das könnte dann teuer werden. Wenn es doch einmal frieren sollte. (szem, AUTOMOBIL, 5.10.2007)