Dubai - US-Präsident George W. Bush blickt nach eigener Aussage mit hohen Erwartungen auf die von ihm geplante Nahost-Konferenz im November. In einem Interview mit dem Nachrichtensender Al-Arabija, das am Freitag auszugsweise gesendet wurde, sagte Bush: "Ich bin sehr optimistisch." Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert und der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas seien auf dem richtigen Weg.

Die Zwei-Staaten-Lösung müsse umgesetzt werden, wobei darauf geachtet werden müsse, dass der neue palästinensische Staat nicht zum Ausgangspunkt für Angriffe auf andere Staaten werde. Daher sei es wichtig, die rechtmäßigen Sicherheitskräfte der Palästinenser zu stärken, so Bush.

"Mit einer Stimme sprechen"

Zu dem Streit um das iranische Atomprogramm sagte Bush, er sei bereit zu einer engen Abstimmung mit der EU, Russland, den Vereinten Nationen (UNO) und China. "Ich habe zugesagt, dass wir mit einer Stimme sprechen werden", sagte er. Niemand dürfe jedoch vergessen, dass vom Iran, sollte er eines Tages Atomwaffen besitzen, eine große Gefahr ausgehen würde, vor allem für Israel, dessen Zerstörung ein erklärtes Ziel der iranischen Führung sei.

Milliarden-Waffendeal Unterdessen hat das US-Verteidigungsministerium dem Kongress in Washington Pläne für umfangreiche Waffengeschäfte mit vier Nahost-Staaten vorgelegt. Demnach könnte der Verkauf unter anderem von Raketen, Panzerfahrzeugen und Frachtflugzeugen bis zu 1,4 Milliarden Dollar (992 Mio. Euro) einbringen, wie das Ministerium am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Das größte mögliche Geschäft sei mit Saudi-Arabien geplant, das 61 leichte Panzerfahrzeuge, 50 Humvees und Maschinengewehre, Gewehre sowie Nachtsichtgeräte ordern wolle - für eine Summe von rund 631 Millionen Dollar.

Die Vereinigten Arabischen Emirate seien an 900 Luft-Boden-Raketen vom Typ Hellfire II Longbow und 300 Gefechtsköpfen interessiert, hieß es weiter. Ägypten wolle 164 Raketen vom Typ Stinger Block I und 25 Avenger-Raketenwerfer bestellen, während Kuwait am neuesten Modell seiner drei L-100-30-Flugzeuge interessiert sei. US-Verteidigungsminister Robert Gates und Außenministerin Condoleezza Rice hatten vor einigen Monaten für einen noch größeren Nahost-Waffendeal geworben, um den Schutz vor dem Erzfeind Iran zu verstärken. (APA)