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"Selene" hat den Orbit des Mondes erreich. Ein Jahr lang soll sie nun Daten zur Entstehung und Entwicklung des Mondes liefern.

Foto: AP/Japan Aerospace Exploration Agency
Tokio - Weiterhin ganz nach Plan verläuft die japanische Mondmission: Die Sonde "Selene" - inzwischen praktisch nur noch mit ihrem von einer japanischen Märchenprinzessin abgeleiteten Spitznamen "Kaguya" benannt - hat den zweiten "Baby-Satelliten" erfolgreich abgetrennt und in seine Umlaufbahn gebracht. Wie die japanische Raumfahrtagentur JAXA am Montag mitteilte, hätte bei dem komplizierten Manöver alles geklappt. Ein erster Satellit war bereits am 9. Oktober in Umlauf gebracht worden - Zweck ist die ungebrochene Kommunikation mit der Erde, wenn die Muttersonde sich im Mondschatten befindet. Die beiden Satelliten wurden nach einer Umfrage mit den Namen "Okina" und "Ouna" - "ehrenwerter alter Herr" und "ehrenwerte alte Dame" - belegt. "Kaguya" soll eine genaue Beschreibung der Mondoberfläche ermöglichen. Sie soll sich dem Mond langsam annähern, um schließlich auf ihrer endgültigen Beobachtungs-Umlaufbahn zu bleiben. Von dort soll sie ab Dezember genaue Angaben über den Mond zur Erde übermitteln - Oberfläche und darunter liegende Bodenschichten sind von besonderem Interesse: Ermittelt werden soll nicht zuletzt, welche Orte sich besonders für die Errichtung einer permanenten Mondstation eignen.(APA/red)