Wien - Die Sicherheit der Grundwehrdiener und des Landes aufs Spiel gesetzt sieht die ÖVP. Verteidigungsminister Norbert Darabos höhle mit den Einsparungen bei der Rekruten-Ausbildung den Grundwehrdienst völlig aus. "Dies entsagt jeglichem militärischen Verständnis", kritisierte ÖVP-Wehrsprecher Walter Murauer.

"Am untersten Limit"

"Mit der sechsmonatigen Grundwehrdienstzeit sind wir schon am untersten Limit angelangt. Durch die kürzere und effizientere Gestaltung der Ausbildungszeit der Rekruten brauchen die Ausbildner genügend monetäre Mittel und Zeit, um eine hervorragende sowie sichere Ausbildung garantieren zu können", so Murauer in einer Aussendung. Die Grundwehrzeit müsse eine ebenso "sinnvoll genutzte, lehrreiche und erlebnisvolle Zeit sein und kein vergeudeter Lebensabschnitt".

Verminderte Sicherheit

Die "kadersparende Politik" von Darabos führe allerdings zu einer Verschlechterung der Ausbildung und damit zu einer Verminderung der Sicherheit der Österreichischen Bevölkerung. Denn die Rekruten erfüllen sehr oft Elementaraufgaben, wie beispielsweise Katastropheneinsätze. Auslandeinsätze dürften "nicht zu Lasten der Ausbildung der Grundwehrdiener gehen", so Murauer weiter und: "Der Verteidigungsminister sollte Entscheidungen für die Soldaten sowie für die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung treffen und nicht gegen das Bundesheer arbeiten." (APA)