Die Junta will Regimekritiker um jeden Preis aufspüren: Sicherheitskräfte suchten ein UNO-Büro in Rangun auf, um Computerdaten über Dissidenten sicherzustellen, das berichtet die heutige "Times". Die Vertreter der Militärjunta wollten die Festplatten von Computern der Vereinten Nationen, als sie am Wochenende in die Uno-Büros in Rangun kamen. "Sie kamen und fragten uns nach den Festplatten unserer Computer", sagte ein Uno-Vertreter der Zeitung.

Die Uno-Beschäftigten verweigerten die Herausgabe des Materials. Sie löschten laut dem Bericht allerdings am Wochenende Informationen, damit diese auf keinen Fall in die Hände der Militärjunta fallen könnten.

Die Daten könnten der Militärjunta wichtige Informationen liefern, um die führenden Köpfe der Proteste gegen das Regime aufzudecken. In den vergangenen Wochen hatten Blogger per E-Mail Fotos von der Situation in dem Land verschickt. Selbst als das Militärregime den Zugang zum Internet gekappt hatte, kursierten Bilder. Zwar laufen die Computer in dem Land über staatlich kontrollierte Server, vielen Regimekritikern war es aber gelungen, die staatliche Kontrolle zu durchbrechen und ihre Informationen über Proxy-Server unentdeckt abzusetzen. (red/derStandard.at, 8.10.2007)